Zeitzeugnisse

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Appenzeller Geschichten in Wort und Bild

«Zeitzeugnisse» entstand 2013 zum 500. Jahrestag der Aufnahme des Standes Appenzell in die Eidgenossenschaft.
Wir laden Sie ein, in der Appenzeller Geschichte zu stöbern oder ganz gezielt nach Themen, Orten oder Jahren zu suchen.

Lassen Sie sich inspirieren! Tauchen Sie ein in die Geschichte der beiden Kantone im Nordosten der Schweiz!

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Ein Haus im Wandel in Trogen  

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Titel:

Ein Haus im Wandel in Trogen

Beschreibung:

Die Tonbandaufnahme entstand während der „Spurensicherung“, in der einwöchigen Phase der Umnutzung vom alten Spital ins Palais bleu. Unter dem Titel „Ein Haus im Wandel“ wurde eine Text- und Toncollage aus Interviews mit drei ehemaligen Angestellten des alten Spitals Trogen produziert. Margreth Sturzenegger (von 1971-1976 Oberschwester im Spital und von 1976-1985 Leiterin des Pflegeheims), Peter Lenz (von 1985-2006 Leiter des Pflegeheims) und Marija Paurevic (von 1990-2006 Oberschwester im Pflegeheim) geben Auskunft darüber, wie im alten Spital Trogen, vor der Umgestaltung ins Palais bleu, gelebt wurde.

Neben verschiedenen Beschreibungen zur Lebenssituation im Spital, zu den Bewohnern und zu den Verhältnissen im Spital werden auch berührende Kuriositäten erzählt.

So regnete es z.B. aufgrund einer undichten Stelle in das Zimmer einer Bewohnerin. Obwohl sie von ihrem Bett nicht aufstehen konnte, freute sie sich über den Regen  und verlangte jedes Mal nach einem Schirm. Oder aber, wird erzählt, wurde während einer Herbstaktion in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten in allen Gängen des Spitals Laub verteilt, was die Bewohner genossen. Und ganz unerwartet geschah es einmal, dass der Sohn eines gehbehinderten Bauern nach der Viehschau mit dem Kälbchen bei seinem Vater am Bett stand.

Das Spital war um eine gute Atmosphäre bemüht. Dennoch sind sich die Erzähler einig, dass das Leben im Spital ein erschwerliches war. Denn oft war es kalt.

Zur Aufbahrung der Toten gab es im Spital einen Raum, wo man noch mehrere Tage nach dem Tod Abschied nehmen konnte. Mit der Zeit verlor das Spital an Patienten. Dabei stieg jedoch die Qualität der Pflege und des Teams, weil so mehr Zeit für die Patienten zur Verfügung stand.

Autorin: Nina Sonderegger, Speicher

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